Montag, 18. September 2017

Ein Traum in Montana


Wider dem Vorurteil, dass alle Mädchen/Frauen Pferdenarren sind, habe ich mich nun doch endlich mal an ein Buch über Cowboys, Pferde, Liebe und Abenteuer gewagt. Was soll ich sagen, ich war begeistert. Dieses Buch hat alles, was es braucht, ein guter Liebesroman zu sein. Genügend Drama, Hoffnung, Liebe, Abenteuer und vor allem Protas, die zu Herzen gehen. Auch wenn der ein oder andere ab und zu zum Kopfschütteln animiert hat, waren sie doch alle auf ihre Art und Weise sehr sympathisch. Vor allem aber auch die atemberaubend schön beschriebene Landschaft vermochte oft das Gefühl, auch einmal nach Montana zu wollen. Ja, auch zu den Pferden und Rindviechern und Cowboys. 
Monis toller Schreibstil hat mich sehr schnell in die Geschichte eintauchen lassen, Ort und Zeit vergessen und eine Nachtschicht einschieben lassen, die so nicht geplant war.
Für mich wieder eines dieser Geschichten, die sich als tolle Filmvorlage eignen, weil man abschalten kann, sich der Story hingeben und ein wundervolles, nachvollziehbares Kopfkino bekommt.

Wer eine tolle Geschichte mit Abenteuern sucht, ist mit dieser auf jeden Fall sehr gut aufgehoben.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Entdecken und Lesen,

Mauritza.

Hier dazu der direkte Link zum Buch: http://amzn.to/2w3qaH1

Samstag, 16. September 2017

9 Uhr Termin


Erste Frage, wie schaut Doc unter seinem Kittel aus, wenn er sich diesem entledigt? Ist er der zugeknöpfte Typ oder eher ein lustiger Geselle, mit dem man Pferde stehlen kann? Tja, bis jetzt habe ich mir hierzu noch keine Gedanken gemacht. Das werde ich mir wohl das nächste Mal überlegen müssen. :)
Denn in dem Buch „9 Uhr Termin“ von Nora Adams geht es um Vincent, Frauenarzt. Und dieser lässt nach Praxisschluss seinen Kittel fallen und was dann zum Vorschein kommt… ok. Selber lesen!!!
Bei ihm hat Vanessa einen Termin; 9 Uhr!

09:00 Uhr Termin
Manchmal ändert sich das Leben von einer zur nächsten Sekunde. Positiv, wie auch negativ. Und wenn man das dann auch noch zu einem bestimmten Termin ausmachen kann, umso perfekter, sofern es eher positiv weitreichendere Folgen hat. Doch was passiert, wenn diese eben nicht positiv ausfallen. Eine Information dein Leben verändert, von jetzt auf gleich. Und das um 09.00 Uhr.
Der Autorin gelingt es, ein eher heikles Thema, worüber wohl die wenigsten Frauen gerne sprechen, zum Thema zu machen. Gut verpackt in einer Geschichte, die Schicksalsschläge, traurige Momente thematisiert, jedoch aber in dieser Glück, Zuversicht, Vertrauen, Stärke und vor allem Liebe einen sehr hohen Stellenwert gibt. Durch den gerade leichten Schreibstil und die oft auch lustige Art, wie die Protas miteinander agieren, führt dazu, dass das Lesen des Buches, viel zu schnell vorbei ist. Es fehlt hier nicht an Dramatik, Romantik und Humor. Gerade diese schöne Dynamik nimmt der Geschichte die Härte und lässt sie als schöne Liebesgeschichte ausklingen.
Dafür gibt es von mir verdiente 5 Sterne.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen, 

Mauritza.

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Freitag, 15. September 2017

Schnelles Strandkleid

Stoff - frisch gewaschen - flatternd im Wind :) 

Inspiriert und motiviert wollte ich kurz vor Schluss noch ein schnelles Strandkleid nähen, bevor es in den Urlaub ging. Schluss mit ollen Shirts über Bikini und dann ab zur Strandbar. Ein bißchen eitel sind wir ja schon, gell? Ich zumindest. Daher kam mir ein schnell genähtes und dennoch praktisches Strandkleid in den Sinn. Auch nachdem ich beim Shoppen diese Stöffchen gesehen hatte. Da wusste ich genau, jepp, das ist er/es. MiniM. hat auch gleich ihren Wunsch geäußert, dass sie eines bräuchte. Also, Plan sah zwei Kleidchen vor. 
Gesagt getan.

Im Prinzip ist das Kleid total easy zu nähen. 

Stoffbedarf: ca. 80 cm (oder länger)
Bindeband: Jersey, Baumwolle, Satinband
- Ein großes Rechteck lt. meiner Nähskizze (keine Nahtzugabe enthalten) erstellen. Breite meines Kleides war 62 cm. Hängt ja auch davon ab, wie breit man selber ist. Ich denke so ne Stoffbreite von 70 cm und Länge von ca. 80 cm sollten bei Größe 36/38 reichen. ABER: Bitte vorher nachmessen und Schnittmuster ggf. anpassen.

- die oberen Ecken abgeschrägen für Armausschnitt
- Stoff mit Ovi versäubern

- 2 cm den oberen Rand als Tunnel nähen, wo später das Band durch kommt.  (vorher bügeln, dann geht es besser)


- Seitennähte schließen (es sei denn, man hat das Schnittmuster im Stoffbruch aufgelegt. Dann spart man sich natürlich eine Seitennaht)

- Säumen oder wie ich mit Ovi einen Rollsaum erstellen

- Bindeband durchziehen

 fertig 

Inspiriert habe ich mich natürlich im www lassen und da gibt es genügend kostenlose Anleitungen.

Meine Variation sieht so aus: 

Nähskizze
Mein Kleid
- Stoff: Jersey
- Bindeband: Satin

MiniM´s Kleid
- Stoff: Blusenstoff/Baumwolle
- Bindeband: Jersey Einfassband




Dienstag, 12. September 2017

Der Stille Feind


"Der Stille Feind" von Saskia Calden

Wieder einmal hat es ein Buch geschafft, dass ich mich ab der ersten Seite in der Geschichte verloren habe. Obwohl Psychothriller jetzt nicht mein bevorzugtes Genre sind, der Klappentext jedoch mein Interesse weckte, wurde ich mit "Der Stille Feind" in keiner einzigen Zeile enttäuscht. Einmal damit angefangen, war es für mich fast unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen.
Schon allein die Geschichte, die ihre ganze Aufmerksamkeit in Anspruch genommen hat, bis hin zu den Verflechtungen in der Story selber, waren ein besonderer Lesegenuss.

Die Spannung, die mich ab der ersten Seite in ihren  Bann zog, blieb auch bis zum Schluss erhalten.
Besonders die eingearbeitete Wendung ließ den Spannungsbogen nochmals stark ansteigen.
Vom Thema her, dem Gefühl, jemanden verloren zu haben, bis hin, sich nicht selbst aufzugeben, an sich zu glauben, haben mich sehr berührt. Gerade dann, wenn man selber oft Situationen erlebt, die vorerst unerklärlich gelten. Immer mal wieder geschehen und doch von der eigenen rationalen logischen Denkweise unerklärbar bleiben. Saskia Calden gelingt es, diese Zustände sehr gut in eine wirklich interessante, vor allem packende Geschichte zu bauen.
Für dieses Abtauchen in eine neue, andere Welt gibt es von mir verdiente 5 Sterne. 


Ich wünsche Euch auch viel Spaß beim Lesen,

Mauritza.

Der Link zum Buch, wie immer beim großen A...: http://amzn.to/2xvDecu

Freitag, 1. September 2017

Blogroman

Blogroman

Was ist ein Blogroman?
In immer regelmäßigen Abständen kann man auf der Homepage oder auf dem Blog eines Autors oder Autorin eine Geschichte verfolgen. Meist sind es einzelne Seiten oder Kapitel, die man vorab zum Lesen bekommt.
Coole Sache, finde ich. So habe ich neben Mia Kingsley oder Annie Stone auch auf dem Blog von Tomasz Bordemé (Link) bereits Ben Drexler aus „Mindgames“ kennengelernt.
Jetzt hat Hr. Bordemé wieder einen neuen Roman, den er uns häppchenweise zum Lesen gibt.
„Die Sklavin des Humanisten“ – ein BDSM Blogroman.

Nun ja, wäre da nicht immer die große Neugierde, die oft übermächtig wird, wenn die Geschichte an einer Stelle stoppt, wo man doch unbedingt weiterlesen möchte. ARGH!!!! Das ist gemein, könnt Ihr mir glauben. ABER: Bei der derzeitigen Geschichte hatte ich das Glück, diese schon im Vorfeld als kompletten Roman lesen zu dürfen. Vielen Dank an dieser Stelle.

Und lasst Euch gleich eines vornweg sagen, bleibt dran. Bleibt an der Geschichte und haltet durch, es wird Euch gefallen.

Doch um was geht´s überhaupt?

In diesem Roman geht es um BDSM, Dominanz, Hingabe. Und das weit mehr und präziser beschrieben, als die üblichen dreimal-auf-den­ Popo geklatscht und Willkommen-in-meiner-Welt-Romane es tun. Hier geht es um Liana und Rainer. Das Schicksal beider verbindet sie und genauso bindet es sie einander. Auf ihrem Weg des ersten Kennenlernens, ihrer Entwicklung zueinander, begleiten wir sie. Denn Rainer erbt nicht nur das Haus seines Großonkels, sondern dessen gesamter Besitz geht an ihn über, und dazu gehört die Sklavin Liana. Auch wenn es für den ein oder anderen Leser als völlig unvorstellbar erscheint, geschieht das in voller Zustimmung Lianas. Sie hat den Code Noir ihrem Herrn gegenüber geschworen.
Auf seine eigene Art gelingt es dem Autor, die Protas näher zu bringen. Ihre Flashbacks in die Vergangenheit und ihr Leben im hier und jetzt, bekommen wir direkt serviert. Auch Gedanken, die sich die Protas machen, bleiben nicht unerzählt und machen sie sehr menschlich. Vor allem bekommen die einzelnen Kapitel Zitate vorgesetzt, die eins ums andere zum Nachdenken anregen. Die gekonnte Herangehensweise, die verschiedenen Zeitebenen lassen das Buch sehr interessant wirken und in einer besonderen Lebendigkeit leuchten, ohne anstrengend zu werden.
Der Bogen wird schon gleich am Anfang der Story hoch gespannt. Man liest im Jetzt eine Story und durch die Verschmelzung der Vergangenheit und der Gegenwart bekommen wir eine zweite Geschichte erzählt, die viel Raum für Spekulationen und Vermutungen lässt. Letztendlich scheint nichts so zu sein, wie es im ersten Moment erscheint.
Und so liest man sich zum Ende hin, immer im Hinterkopf, was am Anfang des Buches angedeutet sein könnte und wird mit voller Wucht aus der Story herauskatapultiert. Wow.
Ich war berührt, fasziniert, auch geschockt und letztendlich einfach nur gefesselt. Von mir eine absolute Leseempfehlung, wenn man das Genre mag.

„Ein körperlicher Schmerz fokussiert. Er engt den Horizont auf einen Punkt ein. Es gibt nichts mehr Wichtigeres, als das Warten auf den nächsten Schlag und das Gefühl, wenn der Schmerz verebbt…“
"Eine Frau die sich selbst unterwirft kann nicht gedemüdigt werden. Sie hat den absoluten Vorteil sich in selbst gewählter Weise einem selbst gewählten Menschen unterworfen zu haben und wird dadurch unverletzlich. (Simone de Beauvoir -  1908-1986)



 Viel Spaß beim Lesen,
Mauritza.

Freitag, 25. August 2017

Gedankenspiele

Es gibt schon manchmal merkwürdiges Verhalten.
Bücher, die aus dem z. B. englischsprachigen Ausland kommen und ins Deutsche übersetzt werden, erhalten oft einen deutschen Titel. Zwar nicht wortwörtlich, aber sagen wir mal sprichwörtlich. Wobei auch oft der Originaltitel beibehalten bleibt.
Im anderen Fall jedoch, gibt es immer mehr deutsche Autoren, die nicht nur als Pseudo einen englisch sprachigen Namen haben, auch sind ihre Buchtitel in englisch gehalten.
Doch was sagt das nun über das Buch, dem Autor aus? Ich weiß es nicht. Ich kann nur sagen, dass ich anfänglich, als ich einfach wieder aktiver in der Bücherwelt versumpft bin, oft dachte, dass es auch ausländische Autoren sind. ;) 
Erst nach wirklichem Recherchieren oder mittlerweile dem Hinzufügen der Autoren in FB, sieht man/ich, dass es deine Nachbarin sein kann. Nun ja, warum schreib ich das heute? Warum fallen mir solche Gedanken gerade ein, dass ich sie niederschreiben muss? Das liegt wohl daran, dass erst letztens eine Autorin fragte, welcher Titel für ihr Buch wohl besser klingen würde. Der deutsche oder synonym dazu übersetzte, der englische. 
In den Kommentaren schrieb ein Leser, dass man das im Englischen ganz anders nennen würde. Das gab wohl den Anstoß. Und schon setzte sich bei mir die Gedankenmaschine an. Was ist daran so schlimm, seine Bücher auch in der Landessprache mit einem Titel zu krönen? Ist das verwerflich, stolz auf sein Land und seine Sprache zu sein? Oder ist das alles gar kein Grund und nur ein Trend, weil´s schöner klingt?
Ich weiß es nicht. Vielleicht erhalte ich ja Antworten, über die man sich wiederum neue Gedanken machen kann.

In diesem Sinne, 
einen schönen Tag,

Mauritza.

Freitag, 4. August 2017

Tango in Lissabon


"Tango in Lissabon" von Dirk Trost

Tanzen. Tja. Was das angeht, habe ich zwei linke Füße. Mit dem Buch „Tango in Lissabon“ fangen sie von ganz alleine an zu wippen. Dem Autor gelingt es, als würde man selber auf dem Parkett stehen, sich inmitten von Berlin im "Nou" treffen. Den ersten Takten des Tangos lauschen und sich dann dem Gefühl hingeben; der Geschichte.

Geführt von den tollen Bildern des Romans, taucht man als Leser nicht nur als Betrachter der verschiedensten Szenen ein, nein, es ist, als wäre man direkt dabei. Und immer wieder leitet uns Dirk Trost durch die einzelnen Kapitel, die das Leben schreibt. Sei es mit Karl, der ein einsames Leben fristet und durch den Tango zum Leben erwacht oder Franka. Gebeutelt vom Leben, erfährt sie durch den Tango wie es ist, auch das Schöne zu sehen, sich selbst auch wieder als Mensch und Frau wahrzunehmen. Es ist ihr beider Schicksal, das der Tango Argentino auf seine eigene melancholisch-dramatische Art ändert. Wäre da nicht noch dieses Drama, was diesen Roman so besonders macht. Aufregend, packend, gefühlvoll, spannend bis zur letzten Seite.

Untermalt wird die Geschichte mit schön dargestellten „Bilderwelten“, toll beschriebenen Plätzen des Geschehens, die uns nach Berlin und Lissabon reisen lassen. Genauso erhalten wir eine kleine Auswahl der dazu passenden Song- und Interpreten, wie auch einigen Hintergrundinformationen, die das Lesen und den Leser bereichern.

Lasst Euch auch in die Welt des Tango Argentino, des Fado und der ganz großen Leidenschaft entführen, wie es das Leben nur selbst kann. Ich bin verzaubert und dieses Buch ist auf jeden Fall eine Perle, die einen besonderen Platz im Bücherregal erhält.

Von mir erhält dieses Buch absolut verdiente 5 Sterne.


Ein Klick, und schon könnt Ihr auch dem Tango in Lissabon folgen: http://amzn.to/2v5yK8g

Viel Spaß beim Lesen, 
wünscht Euch

Mauritza.