Mittwoch, 17. August 2016

Eine Nacht unter Wölfen - Wildpark Bad Mergentheim

Am Wochenende war es soweit. Unsere langersehnte Wolfsnacht für Familien stand vor der Tür. Wolfsnacht für Familien
Pünktlich nach Arbeitsschluss bzw. Rucksackpacken ging es los; nach Bad Mergentheim.
Die Kinder waren ziemlich aufgeregt. Ich auch, muss ich gestehen. Denn, wir wussten nicht so richtig, was uns erwarten soll. Im Internet sind wir auch nicht so richtig fündig geworden. Na egal, wird schon schief gehen.

18 Uhr war Treffpunkt am Eingang. Unser Gepäck durften wir im Transporter abladen. Na wenn ich das mal vorher gewusst hätte. So habe ich mich nur auf das allernotwendigste beschränkt. Gestopft in zwei Rucksäcke. (für 4) Wir waren davon ausgegangen, mit Sack und Pack durch den Wald zu wandern.
Nachdem wir vollzählig waren, mussten wir zum Hintereingang wandern. Ok war machbar. Waren ja ausgerüstet, Wanderschuhe und so :)
Danach wurden wir in den Park gelassen und waren auch schon am Wolfsgehege gelandet. Das Wetter war so toll, dass sich das Wolfsrudel sichtlich wohl gefühlt hat und sich von uns nicht hat stören lassen. Die ganze Meute hatte sich schön vor uns versammelt und gespielt, gerangelt und auch gefaulenzt. Ja, so hätten wir länger stehen bleiben können und uns einfach dem Schauspiel hingeben können.
Aber nein, unser Guide drängte zum Weitergehen. Das Nachtlager musste gerichtet werden.
Nachtlager (offenes Zelt für ca. 35 Personen)
Hm, wo schlafen wir eigentlich? Tja, im großen 35 Mann Zelt. Toll, ja. Glaubt ihr nicht, doch. Ein halboffenes Zelt.
Dies war mit Stroh ausgelegt und zur Freude der Kinder, wurde noch ein großer Ballen verteilt. Diesen haben dann die Kinder fleißig im Nachtlager zerstreut. Danach folgten das Auflegen der rießigen Kuhfelle. Boah, die waren mal schwer. Also, immer zwei mussten sich ein Fell teilen. Wurde auf dem Stroh aufgelegt und dann konnten unsere Schlafsäcke zum Einsatz kommen. Tja, das war´s. Ein bißchen komisch war das schon. Allein der Gedanke, dass einem Nachts die Spinnen über´s Gesicht laufen konnten, bääääh.
Nach einem kleinen Rundgang, wo befindet sich was, wurde gegrillt. Hm, es gab lecker Stockbrot, Grillwürste (auf Spieß) und auch für jeden Steak. Ja, hungern musste keiner. Alles war super lecker und auch genügend vorhanden.

Zu fortgeschrittener Stunden gab´s das Wolfsgespräch. Auch diese hatten sich aktiv daran beteiligt und öfters ihren Kommentar dazu gegeben. Geht ja nicht, dass man über Wölfe redet und die dürfen nicht mitreden. :)
Wolfsfell
Danach, es war schon stockduster,  ging es auf zur Nachtwanderung. Und ja, es war auch eine echte Nachtwanderung. Nichts mit Taschenlampen. Nein. Mondlicht und Augenlicht. Puh, gar nicht so einfach. Ich war ja nur froh, dass mein Vordermann ein helles Oberteil anhatte. So konnte ich wenigstens Schatten erkennen. Doch der Hammer kam ja noch, obwohl, neeeee. Alles kann ich jetzt auch nicht verraten. Oder doch? Na gut, fährt ja nicht jeder hin oder kann so tolles Wetter wie wir haben. 
Auf jeden Fall hieß es dann für jeden von uns, alleine durch den Wald auf einem Pfad. Im Dunkeln. Ohne Lampe. Nur mit Gehör, Vertrauen und Mut!!!
Das ist gar nicht so einfach. Vor allem, wenn die Müdigkeit sich langsam aber sicher meldet und man sich denkt, ja, das Bett wäre jetzt schön. Als ich dann an der Reihe war, ging es schon ganz gut. Doch, wo kam auf einmal der Ast her, der meinte, mein nicht vorhandenes Sichtfeld zu kreuzen? Vor Schreck bin ich nach links gesprungen. Hahaha, ich in bin dann in meinen Vorderman gesprungen. Na, wo kam der denn her? Hätte er nicht schon längst am andere Ende des Pfades sein sollen? Tja, den krönenden Abschluss hat sich meine bessere Hälfte einfallen lassen. Kommt von hinten an mich herangesprungen. Boahhh. Ich hätte ihn am Besten an der Gurkel gepackt. Meint er noch so, man, ist doch nicht so schwer. Hahaha.
Nun gut. Wir haben es geschafft und sind dann wenig später total müde eingeschlafen. Wobei, schlafen war das bei mir nicht. Oh man. Das nächste Mal gibt es Ohrstöpsel. Das ist ja der Hammer, SCHNARCHEN!!!

Hunger? Ja, es gab auch ein Frühstück und so kam der langersehnte Kaffee und auch die Augen spielten langsam wieder mit. Nach dem Frühstück war auch schon der ganze Spaß vorbei.

Mehr oder weniger gut ausgeruht haben wir dann am nächsten Tag den Park besucht und nehmen dieses Wochenende als ein tolles Abenteuer mit.

Eure Mauritza 

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